Geschichte des Karlsgymnasiums

Im Jahre 1910 wurde das königliche humanistische Progymnasium Pasing eröffnet; im ersten Schuljahr unterrichteten 12 Lehrer insgesamt 87 Schüler. Das Schulgebäude an der (damaligen) Lochhamer Straße war klein im Vergleich zu heute, es enthielt 7 Lehrsäle, jeweils einen Physik-, Musik- und Zeichensaal, eine Turnhalle sowie weitere Funktionsräume.

Nach der Revolution durften von 1919 an auch Mädchen das Progymnasium besuchen. (Im Schuljahr 1919/20 waren es 11 Schülerinnen bei einer Gesamtschülerzahl von 249. ) Außerdem wurde schrittweise eine Realschule angegliedert. Von 1920/21 an wurde das Progymnasium stufenweise zu einem Gymnasium ausgebaut, so dass 1925/26 das erste Abitur abgelegt werden konnte.

Die durch diesen inneren Ausbau bedingte höhere Schülerzahl (im Schuljahr 1925/26: 522 Schüler) machte einen Erweiterungsbau notwendig, der nach den Plänen des Architekten Joseph Lang im Schuljahr 1925/26 errichtet wurde.

Im Jahre 1935 musste das humanistische Gymnasium mit Realschule unter dem nationalsozialistischen Regime sein angestammtes Haus verlassen, damit dort die Übungsschule der Hans Schemm-Hochschule (Lehrerbildungsanstalt) einziehen konnte. Es fand Aufnahme in der Volksschule am Schererplatz.

Im Zuge einer „Schulreform“ wurde dann vom Jahr 1938 an aus dem bisherigen „Humanistischen Gymnasium mit der Realschule Pasing“ schrittweise die „Deutsche Oberschule für Jungen München-Pasing“. Auch in dieser Unterdrückungsphase wurde die Tradition humanistischer Klassen (und damit des humanistischen Unterrichts) fortgeführt.

Nachdem am 9./10.3.1943 der Dachstuhl des Schulgebäudes am Schererplatz teilweise zerstört worden war, wurde am 1.3.1945 der Unterricht auf unbestimmte Zeit eingestellt. Erst am 14.12.1945 wurde der Unterricht mit 1235 Schülern in 41 Klassen wieder aufgenommen.

1946/47 fand dann die Neugründung eines "Humanistischen Gymnasiums Pasing" mit zunächst 4 Jahrgangsstufen statt, im September 1947 wurde die "Oberschule für Jungen" in eine "Oberrealschule" umgewandelt. Diese Oberrealschule zog im September 1952 in das Gebäude am Stadtpark.

1956 machte Robert Huber am Karlsgymnasium Abitur. Er erhielt 1988 den Nobelpreis für Chemie.

Im Januar 1963 wurde diese in das Gebäude an der Weinbergerstraße verlegt (heutiges Max-Planck-Gymnasium), das Humanistische Gymnasium konnte wieder in das "Stammhaus" am Stadtpark zurückkehren, in dem es sich bis heute befindet.

In den Jahren 1975/76 wurden der Turnsaal in Klass- und Fachräume umgebaut und die Turnhallen auf dem Sportplatz errichtet, um Raum für die steigende Schülerzahl zu gewinnen. Die Angliederung des neuesten Erweiterungsbaues im Jahre 1986/87 formierte die Gebäude zu einem Karree.

Verbunden mit dem Konzept des „Offenen Ganztagsgymnasiums“ wurde im Herbst 2007 ein Neubau mit Mensa, Lese-, Ruheraum und diversen weiteren Aufenthaltsräumen eingeweiht.

Schulleiter am Karlsgymnasium (pdf)

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