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Abreise

Fahrt zu den Chiemsee-Inseln

1. Die Herreninsel und Schloss Herrenchiemsee

Am Mittwoch, den 29. Juni sind wir um 9.45 Uhr mit dem Schiff auf die Herreninsel gefahren. Die Fahrt dauerte ungefähr 15 Minuten und war sehr schön.

Auf der Insel marschierten wir ungefähr eine halbe Stunde bis zum Schloss.

Riesige Springbrunnen und ein wunderschöner Garten waren vor dem Schloss. Als ich das sah, war ich sehr erstaunt, wie groß und schön alles war. Ich machte schnell ein paar Fotos. Dann machten wir erst einmal Brotzeit, weil wir noch Zeit hatten bis zur Führung. Ungefähr fünf Minuten bevor wir in das Schloss gehen wollten, gingen die Wasserspiele an.

Dann besichtigten wir das Schloss Herrenchiemsee, welches von König Ludwig II. erbaut wurde. Bei der Führung durch das Schloss habe ich viel erfahren: Es wurde 1878 bis 1886 erbaut. Das Schloss sollte die Nachbildung von Schloss Versailles werden, weil Ludwig II ein Verehrer von dem dortigen König Ludwig XV, dem „Sonnenkönig“ war. Doch da Ludwig II das Geld ausgegangen war und er verstorben ist, bevor das Schloss fertig wurde, sind heute nur ungefähr 20 Räume fertig. Der König hat insgesamt nur neun Tage in dem Schloss gewohnt!

Was mich besonders beeindruckt hat, war der Spiegelsaal. In ihm hängen 17 große Spiegel, in denen sich durch die vielen Fenster der Schlosspark spiegelt und im Saal selber die unzähligen Kerzen der Kronleuchter. Alles spiegelte sich immer wieder in den Spiegeln, ich glaube hundert Mal. Bis zum Jahr 1982 wurden die fast 2000 Kerzen an den Deckenlüstern und prunkvollen Kerzenständern öfter mal angezündet. Aber zum Schutz der schönen Deckengemälde dürfen jetzt keine Kerzen mehr angezündet werden.

Vom Spiegelsaal aus ging es weiter in die Privaträume Ludwigs II. Auch diese waren beeindruckend. Im Schlafgemach des Königs waren zwei Geheimtüren. Echt cool, das hätte ich auch gerne! Das coolste und lustigste fand ich den Tisch, der sich technisch hochkurbeln ließ. Man nennt ihn das „Tischlein-deck-dich“, weil er in der Küche unter dem Esszimmer des Königs gedeckt wurde und dann kurbelten ihn Diener nach oben in das Speisezimmer des Königs. Das lustigste daran ist: Der Tisch wurde hochgekurbelt, weil der König beim Essen nicht gesehen werden wollte, denn er hatte nur noch zwei Zähne und deswegen sabberte er beim Essen. Für die vielen Verzierungen im Schloss wurden nur gut 2 kg Blattgold verwendet. Wir dachten aber alle, dass es mindestens 2 t gewesen waren. Aber Blattgold ist nur wie ein feines Puder und wiegt nicht viel.

2. Die Fraueninsel und das Inselquiz

Nach der Führung durch das Schloss fuhren wir mit dem Schiff weiter zur Fraueninsel. Dort durften wir in Gruppen ein Quiz lösen und Andenken einkaufen.

Die Fraueninsel ist eine der drei Inseln im Chiemsee. Dort gibt es ein sehr schönes Kloster mit Kirche, einen Klosterladen, mehrere schöne Cafés und etliche Häuser, in denen Menschen wohnen. Die Inselbewohner verdienen mit Töpferwaren, Fischverkauf und mit dem Kiosk ihr Geld. Das haben wir beim Inselquiz erfahren. Diese Inselrallye hat viel Spaß gemacht und die Bewohner helfen dir gerne. Die Fraueninsel ist ein schöner Ort für Ausflüge. Es gibt dort auch eine große Liegewiese, von der aus man einen schönen Ausblick hat. In einer halben Stunde kann man die Fraueninsel zu Fuß umrunden.

Vor der Abfahrt zurück zum Festland spendierte uns Frau Hilger noch ein Eis. Das war sehr nett, denn das Café zur Linde hatte eigentlich gar kein Eis zum Straßenverkauf. Während wir das Eis aßen fiel uns auf, dass schwarze Wolken am Himmel waren. Plötzlich sahen wir, dass ein rotes Licht an einem Mast am Ufer leuchtete. Das bedeutete Sturmwarnung. Also fuhren wir mit dem nächsten Schiff zurück nach Prien und kamen sicher dort an. Dieser schöne Ausflug wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Am Abend gab es wieder was Leckeres zu essen: Tomatensuppe und dann Kaiserschmarrn mit Apfelmus.