Steinzeit-Workshop
Nach der Steinzeit- und Eiszeit-Führung gingen wir aus dem Museum in ein anderes Haus. Dort konnten wir eine Tapete mit Naturfarben wie eine Höhle bemalen, ein Steinzeitmüsli machen oder auch Amulette aus Schiefer herstellen, mit Werkzeugen aus Feuerstein. Das machte uns sehr viel Spaß und jeder konnte etwas Schönes mit nach Hause nehmen. Wir bekamen auch verschiedene Möglichkeiten gezeigt, wie Steinzeitmenschen Feuer machten.
Das Steinzeitmüsli
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Wir konnten ein Steinzeit-Müsli machen aus getrocknetem Obst (Apfelringe, Aprikosen und Kirschen,) Walnüssen, Rosinen und Getreide. Dafür haben wir die getrockneten Früchte mit einemr geschärften Feuersteinklinge zerkleinert.
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Außerdem durften wir Getreidekörner mit der Hand mahlen. Dafür braucht man einen großen und einen kleinen Stein. Den kleinen sollte man gut in die Hand nehmen können, der große sollte oben eine Mulde haben. Dann legt man Getreidekörner in die Mulde des größeren. Mit dem kleineren macht man kreisende und drückende Bewegungen auf dem Getreide, bis es zerkleinert ist. Danach haben wir alles in eine Schüssel gegeben und alles sorgfältig vermischt. Ein bisschen was von dem Müsli haben wir gleich probiert. Den Rest haben wir mit in die Jugendherberge genommen und zum Frühstück mit Milch gegessen.
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Höhlenmalerei
Im Steinzeit-Workshop konnte man mit Naturfarben Höhlenbilder malen. Die Steinzeitmenschen haben mit Blut, Erde, Kalk und Pflanzensäften gemalt. Das ergab die Farben Rot, verschiedene Brauntöne, Schwarz und Weiß.
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Wir konnten sogar selbst einen Pinsel herstellen, indem wir auf das Ende eines Zweigstücks mit einem Stein schlugen. Wir machten die Rinde ab und zerklopften das Holz, bis es fransig wurde. So konnten wir perfekt zeichnen und malen mit einer Art Borstenpinsel.
(Das Foto zeigt die Höhlenmalerei im Workshop)
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Feuer
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Man bereitet ein Bett aus Zunderschwamm vor, dann schlägt man ganz nah am Zunderschwamm zwei Pyrittsteine aneinander, bis ein Funken entsteht und in das Bett fällt. Wenn der Funken in das Bett gefallen ist, wedelt man ihm mit der Hand Luft zu, bis es anfängt zu qualmen, dann bläst man ihm Luft zu bis ein kleines Feuer entsteht. Anschließend legt man kleine Äste über das Feuer, dass wenn man pustet der Zunderschwamm nicht wegfliegt.
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Mit ein paar Funken kann man keine großen Stöcke entzünden. Man musste zuerst Zunderschwamm (ein Baumschwamm von einer Buche) holen und davon einen groben Haufen vom unteren Teil und einen feinen vom oberen aufhäufen. In den feinen Haufen drückt man ein kleines Loch. Dann schlägt man die Pyrite gegeneinander um in dieses Loch einen Funken zu bekommen. Hat man das, muss man den Funken leicht anblasen und ihn bald mit grobem Zunder „füttern“.
So macht man mit dem Bogen Feuer
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Dazwischen zeigte uns unsere Führerin noch eine andere Methode Feuer zu machen. Dazu braucht man einen Bogen, einen Stock, ein Brett und einen Stein der oben ein Loch hat. Im Brett sollte auch mindestens ein Loch von der Dicke des Stockes sein. Da hinein legt man Distelwolle. Den Stock spannt man in die Bogensehne ein und steckt ihn in das Loch. Mit der rechten Hand nimmt man den Bogen, mit der linken den Stein, den man wiederum auf den Stock steckt.
Nun zogen sie den Bogen wie beim Sägen sehr schnell hin und her. Die Distelfasern begannen zu rauchen. Nun nahmen sie die Distelwolle und legten sie auf den zerbröselten Zunderschwamm. Nach einiger Zeit begann es zu brennen. Und so bekamen die Steinzeitmenschen Feuer.
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Wie macht man Amulette?
Wir haben uns Amulette aus Schiefer gemacht. Mit einem Stein haben wir die Ecken abgeschlagen. Dabei lag der Stein auf einer Holzplatte. Die Ecke, die man abschlagen wollte, durfte nicht auf dem Brett liegen. Wenn man eine runde Form für sein Amulett haben wollte, musste man es auf einem Stein feilen.
Danach haben wir mit einem „Nasenbohrer" (das ist ein Stein mit einer Spitze vorne) ein Loch in die Mitte gebohrt. Das kann sehr lange dauern. Dann durften wir mit einem Feuerstein noch ein Muster einritzen, das uns Glück bringen soll, eine Sonne oder ein Auge zum Beispiel. Zum Schluss haben wir ein Strohband durch das Amulettloch gefädelt und konnten es um den Hals hängen.
Man konnte sich auch Pfeilspitzen und Messerklingen aus Feuerstein zurecht klopfen. Mit so einer Steinklinge kann man wirklich schneiden.

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